Die formstabilen (harten) Linsen schwimmen mehr auf dem Tränenfilm des Auges und haben einen geringeren Durchmesser als weiche Linsen. Durch den größeren Abstand zur Hornhaut kann mehr Sauerstoff an diese gelangen. Dieser ist wichtig, um die Hornhautzellen zu versorgen, die selbst nicht von Blutgefäßen des Körpers versorgt werden.
Hornhautzellen werden vom im Auge befindlichen Kammerwasser und vom Tränenfilm mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Bei weichen Linsen kann diese Versorgung durch die fast perfekte Haftung auf der Hornhaut und dem damit verminderten Tränenfilm direkt auf der Hornhaut verringert sein. Deshalb kommt es bei zu häufigem Tragen von weichen Linsen auch manchmal zu Gefäßeinsprossungen in die Hornhaut. Der größere Abstand der Linse zur Hornhaut bei formstabilen Linsen birgt allerdings auch die Gefahr, dass Fremdkörper leichter in diesen Zwischenraum gelangen. Durch neue Materialien und eine gute Anpassung ist der Tragekomfort mit formstabilen Linsen heute sehr hoch.
Allerdings können sie sich bei langer Benutzungszeit auch verformen und so die Hornhaut schädigen. Eine regelmäßige Beratung und Untersuchung beim Optiker oder Augenarzt ist daher unerlässlich.
Weiche Linsen haben einen größeren Durchmesser und liegen durch ihre Flexibilität direkter auf der Hornhaut.
Das ist z.B. beim Sport von Vorteil, weil die Linsen nicht so schnell verloren gehen können. Das Tragegefühl bei den weichen Kontaktlinsen wird von einigen Menschen als angenehmer empfunden. Alle Angaben ohne Gewähr.